Die Bilder für den letzten Eintrag

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Unser Luxushotel mitten im Regenwald

Nach knapp 3 Wochen sind wir endlich im Ziel angekommen. Die Fahrt mitten in den Regenwald war schon der erste Hinweis darauf, dass wir irgendwo landen, wo uns niemand hören wird. Von Cochabamba etwa auf 2600m über dem Meeresspiegel über den Bergen etwa auf 4000m über dem Meeresspiegel zu unserem Ziel auf 300m. Bis zur nächsten Kleinstadt Villa Tunari sind es zwar nur etwa 6km, aber mindestens 4km davon ist keine Straße, sondern nur etwas das mit ganz viel Fantasie befahrbare Straße genannt werden darf.  Diese Straßen werden mit dem Hauseigenen Bus gefahren. Ein Bus ohne Hupe, und man muss mindestens 8cm drehen bis das Lenkrad reagiert. Von Sicherheitsgurten ist  hier nur zu träumen.  Unser Hauptfahrer heißt offiziell Tobias, mein lieber Projektpatner. Das wird nämlich seine Hauptaufgabe in den nächsten Wochen sein. Die Kinder 5-mal in der Woche 2 mal morgens in die nächste Grundschule bringen. Auf einer Straße, wo man nur darum betet, dass kein Gegenverkehr kommt.

Direkt  neben uns befindet sich ein Badezimmer mit einer relativ warmen Dusche und alle was sich in einem normalen Badezimmer halt befindet. Gratis dazu ein paar Schmutzflecken und natürlich Insekten.

Die weiteren Bilder werden hoffentlich das Haus erklären. Neben Onoratta wohnen bei uns der kleine Miguel, ein 1 jähriger Junge, der hier in diesem Kinderdorf lebt, seitdem er wenige Tage alt ist. Sprechen kann er nur ein Wort, nämlich Papa. Es ist wirklich gruselig, wenn ein kleiner Junge die ständig umarmt und Papa sagt. Glücklicherweise sagt er zu jedem Papa. Papa hat hier 2 Bedeutungen, nämlich heißt es hier auch Kartoffel.
Ein weiteres Kind ist der Jose, ein sehr gesprächiger kleiner Junge, der uns sicherlich noch einiges beibringen wird und genauso aussieht wie mein ehemaliger Nachbar Karnan.  Abraham (17) ist zwar jedes Mal mit uns, aber er wohnt irgendwo anders. Anscheinend völlig normal hier. Cintia, die Pflegemutter und wie es aussieht Ersatz für den verreisten Direktor, der auch demnächst hier wohnen wird, wenn er wieder zurück kommt. Zu guter Letzt der nette Edwin, anscheindend der Pflegevater von Jose, ist der Typ, der uns regelmäßig mit Aufgaben zuschütten wird. Übrigends ab Montag heißt es arbeiten auf der Plantage.

Wann der nächste Beitrag kommen wird, ist ungewiss, da es hier im Internet kein WLAN gibt, sondern nur H+ fürs Handy, da aber meine Internet abgelaufen ist,  muss ich wohl bis zum Anfang des nächsten Monats warten…

Bilder werden folgen….

Ananas und Kokusnusssaft

In den folgenden ein und halb Wochen und seit 3 Tagen fahren wir täglich in die örtliche Adventgemeinde der Siebententagsadventisten. Was sich nicht sonderlich spannend anhört, aber wenn man weiß wer jeden Abend spricht, dann hört man auch mal zu. Es ist der höcheste Polizeichef Boliviens. Der Mann der den Präsidenten Boliviens persönlich kennt und mit ihm regelmäßig essen geht. Genau der Mann kommt hier hin. Predigt vor 50 Leuten Gottes Wort und erzählt Geschichten. Mein persönliches Highlight ist jedes Mal der Schluss, nicht weil ich im Chor vorne singen muss, sondern weil es jedes mal etwas leckeres zu trinken gibt. Ich persönlich hoffe das es demnächst mal Ananas und Kokosnusssaft gibt. 


Im nächsten Beitrag erzähle ich von unseren Ernten. Bis dann!

Cochabamba

Eigentlich hat die Stadt Cochabamba viele Namen unter anderem die Stadt der grünen Gärten und die Stadt die Stadt des immerwährenden Frühlings. Mein persönlicher Name für die Stadt ist: die Stadt des Hühnchens. Da es an jeder Ecke Hühnchen gibt. Da es auch die Stadt des Frühlings ist und im Frühling ist es ja meist angenehm warm war auch unser Wochenende angenehm warm vom Wetter her. Wir entschieden uns ein Wochenende raus zu kommen und eine kleine Pause einzulegen. Um dabei noch einige Ecken von der Stadt zu sehen, trafen wir uns mit Freunden und gingen Richtung Wasserfall. Den Wasserfall fanden wir schlussendlich nicht, dafür hatten wir eine nette Zeit mit anderen Deutschen Freiwilligen und konnten zusätzlich sehen wie das Stadtleben eines freiwilligen sein kann. Je länger ich hier lebe umso mehr gefält es mir das ich weit abgeschieden von der Stadt und des Stresses bin. 

Ich der Tischler!

Ich bin nun seit knapp 9 Wochen schon hier und durfte verschiedene Tätigkeiten im Kinderdorf machen. Unter anderem arbeiten. Darüber möchte ich euch kurz berichten.

 Die ersten Tage war es ziemlich entspannt. Da mussten Tobias und ich nur die halbfertigen Stühle schleifen, damit sie schnell möglichst verkauft werden können. 

An einem morgen kamen wir wie gewohnt zur Arbeit und wir sahen andere Leute in der Schreinerei. Was uns totoal verwundert hatte, da wir jedes mal alleine schleiften. Wir uns mitgeteilt wurde, kam einer der größten Aufträge der letzten Monate ein. Der Auftrag: 96 Tische. Zeitraum: Wochen. Nun haben tatkräftig die Hausväter, die älteren Kinder nachmittags und wir tag täglich in der Schreinerei mitgearbeitet, damit wir die Tische an den Kunden rechtzeitig liefern können. 

Nun sind die 6 Wochen knapp vorbei und nach täglichem schleifen, bohren, hin und her tragen, bemalen, Unreinheiten stopfen und fertige Einzelteile zusammen bauen und hobeln (unsere Aufgaben) sind die Tische fast fertig und können dienstag geliefert werden. Leider konnten wir dieses Wochenende nicht behilflich sein, da wir wegen dem Visum bis Montag in Cochabamba sind. 

In Cochabamba habe ich auch einiges erlebt und werde euch davon spätestens Mittwoch darüber berichten. 

Tortenaktion

Vor einiger Zeit kam uns unser Mentor spontan besuchen und aus Sorge das wir hier verhungern hat er uns Kuchen, Süßigkeiten und was von KFC mitgebracht. Da wir wir insgesamt 3 große Marmorkuchen hatten, brachte uns unser Mentor Dierk auf die Idee den Kuchen zu verteilen. Noch am gleichen Abend verteilten wir die ganzen Kuchen. Danke für die Mitbringsel nochmal DIERK und EDITH! 

Die Kinder haben sich riesig gefreut…

Wo ist das Wasser hin?

Ein durchschnittlicher Deutscher verbraucht über 100 Liter Wasser am Tag. Hier im Regenwald derzeit viel weniger. Einfach weil kein Wasser da ist. Es ist Trockenzeit das heißt die Wasserbehälter die füllen sich nicht und in den Rohren kommt kein Wasser an. Zum trinken müssen wir uns Wasser holen und abkochen. Zum kochen muss man sich Wasser holen. Zum waschen muss man an den Fluss gehen. Da ist es sowieso viel besser als in jedem Badezimmer der Welt.

Eine etwas andere Taufe

Am Samstag konnten wir erleben wie 4 Personen zwischen 14 und 36 eine Entscheidung fällten, die sie nicht bereuen werden. Sie haben sich getauft. Einr Taufe mit Untertauchen. So wie es Jesus zu seiner Zeit tat. Doch warum lassen sich dann einige noch im Kindesalter und nicht mal mit Untertauchen taufen, obwohl in der Bibel doch genau beschrieben wird, wie es gemacht wurde? Nun denn so kann man seine Entscheidung treffen wenn man dazu bereit ist und man wird von seinen Eltern in keine Religionsgemeinschaft gezwungen.